Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert die Vermeidung von Abfällen und Mehrwegsysteme statt einem „Greenwashing“ durch Biokunststoffe.
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert die Vermeidung von Abfällen und Mehrwegsysteme statt einem „Greenwashing“ durch Biokunststoffe.
Ecoplast Kunststoffrecycling widerspricht der Aussage von European Bioplastics, bis zu 10 Prozent kompostierbare Kunststoffe im Materialstrom blieben ohne Auswirkung auf die mechanischen Eigenschaften von Rezyklaten. Geschäftsführer Lukas Intemann spricht von einer „prozessualen Katastrophe“, die ein so hoher Anteil bedeuten würde.
Fehlerhaft kommunizierte Umwelteigenschaften von Produkten – das ist in den Augen von European Bioplastics ein weitverbreitetes Problem. Der Verband der europäischen Biokunststoffbranche hat sich daher des Themas angenommen und den Leitfaden „Umweltkommunikation zu Biokunststoffen“ veröffentlicht.
„Bioplastik sorgt für große Probleme beim Kunststoffrecycling.“ Das erklärt Thomas Probst, Kunststoffexperte beim bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung im Zusammenhang mit der Kritik der Deutschen Umwelthilfe (DUH) an Einkaufstüten aus sogenanntem Bioplastik. Die Biokunststoffe minderten aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung die Qualität der Recyclate.
Die Danone GmbH und die RE|PLA Cycle GmbH haben eine Zusammenarbeit im Bereich Wertstoff-Recycling vereinbart. Ziel sei der Aufbau eines geschlossenen Wertstoffkreislaufs für den Biokunststoff Polymilchsäure (PLA) aus allen Stufen der Wertschöpfungskette. Das teilt das Tochterunternehmen der Reclay Group mit.
Danone stoppt seine Werbekampagne für seine Joghurtbecher aus PLA-Biokunststoff. „Danone hat Verbrauchertäuschung eingeräumt und nimmt die irreführend beworbenen Activia-Becher aus dem Handel – und kommt einer Gerichtsentscheidung zuvor.“ Das teilt die Deutsche Umwelthilfe (DUH) mit. DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch fordert Handelsunternehmen auf, auf PLA-Becher, die nicht recycelt werden, zu verzichten.
In der Auseinandersetzung um die Danone-Joghurtbecher aus Biokunststoff gibt das c einem Antrag der Deutschen Umwelthilfe (DUH) auf Erlass einer Einstweiligen Verfügung statt. Danone dürfe nicht mehr behaupten, die DUH habe trotz wiederholter Einladungen das Angebot eines Dialogs nicht angenommen. DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch forderte Danone zum sofortigen Stopp von „Falschaussagen zur angeblich größeren Umweltfreundlichkeit des Activia-Joghurtbechers“ auf.
Danone gaukelt Verbrauchern größere Umweltfreundlichkeit seiner neuen Joghurtbecher aus Bioplastik vor. Die neuen Becher aus Bioplastik seien jedoch genauso umweltschädlich wie vorherige Wegwerfbecher aus Rohöl. Das wirft die Deutsche Umwelthilfe (DUH) dem Getränke- und Lebensmittelkonzern vor und hat deshalb beim Landgericht München Klage gegen die Danone GmbH wegen Verbrauchertäuschung eingereicht.
Der Industrieverband European Bioplastics weist darauf hin, dass Getränkeflaschen aus Biokunststoffen nach der novellierten Verpackungsverordnung bis zum 31. Dezember 2012 von der Pfandpflicht für Einweggetränkeverpackungen befreit sind , wenn sie zu mindestens 75 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt sind. Die Hersteller müssen sich mit den Flaschen allerdings an einem dualen System beteiligen.
Das Fraunhofer Institut für Chemische Technologie, das Institut für Recycling der FH Braunschweig und das Marktportal biokunststoffe.com veröffentlichen die vollständig überarbeitete Version einer Marktstudie, die weltweit erhältliche Biokunststoffe untersucht. Sie wird ab dem 22. Oktober auf biokunststoffe.com erhältlich sein.
Der Industrieverband European Bioplastics freut sich über den Kabinettsbeschluss der Bundesregierung zur laufenden 5. Novellierung der Verpackungsverordnung. Danach sollen Getränkeflaschen aus Biokunststoffen von der Pfandpflicht befreit werden. Der Verband wertet den Kabinettsbeschluss als klares Bekenntnis der Bundesregierung zur Förderung von Innovationen für eine nachhaltige Entwicklung. Getränkeflaschen aus Biokunststoff werden aus Agrarrohstoffen anstelle fossiler Ressourcen hergestellt. Sie stehen noch am Anfang der Markteinführung und technologischen Entwicklung.
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