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RCS-Erweiterung in Werne

Die geplante Erweiterung des Recycling- und Entsorgungsunternehmens RCS in Werne nimmt weiter Gestalt an. Am 25. März 2025 wurde im Stadtentwicklungsausschuss der aktuelle Stand der Planung vorgestellt.
RCS-Erweiterung in Werne
An dem derzeitigen RCS-Hauptsitz an der Capeller Straße in Werne gibt es keine weitere Ausbaumöglichkeit. Daher plant das Recyclingunternehmen, in nördlicher Richtung zu expandieren. Copyright: RCS
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Die RCS-Gruppe hat sich auf das Recycling von Abfällen aus dem Pfandsystem spezialisiert. Die Nachfrage nach recyceltem PET steigt kontinuierlich, und das Unternehmen möchte durch den Ausbau seiner Kapazitäten einen noch größeren Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten.

Um eine entsprechende Qualität des Materials aus ehemaligen Abfällen zu erreichen, sind aufwendige Verfahren nötig. Die dazugehörigen Produktionseinheiten benötigen Platz. Für die Herstellung von lebensmitteltauglichem Granulat vergrößerte sich die RCS-Gruppe bereits im Jahr 2020 um einen zweiten Standort in Werne. Direkt neben dem derzeitigen Hauptsitz des Unternehmens soll nun ein weiterer Standort entstehen. Das Gelände befindet sich etwa drei Kilometer nordwestlich des Stadtkerns von Werne und gehört RCS bereits. Auf der 6,5 Hektar großen Fläche sind Logistik, Verwaltung, Produktion sowie Wartungs- und Serviceeinrichtungen geplant.

Um den Verkehrsfluss sicherer und effizienter zu gestalten, wird eine Geschwindigkeitsreduzierung von 100 auf 70 km/h umgesetzt. „Hier haben wir schon eine erste Zusage vom Kreis“, erklärte Wernes Baudezernent Ralf Bülte während der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung. Die Stadt wird den Verkehr weiterhin beobachten, um bei Bedarf zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen. Die Fahrbahn könnte weiter verbreitert werden, außerdem könnten zusätzliche Ausweichstellen geschaffen werden.

Auch ökologische Aspekte werden konsequent berücksichtigt. Für die Versiegelung der Fläche werden 15.831 Biotopwertpunkte ausgeglichen, indem neue Grünflächen und ökologische Aufwertungen geschaffen werden. Der Ausgleich erfolgt in unmittelbarer Nachbarschaft.

Ein verantwortungsvoller Umgang mit Umwelt- und Schallschutz spiele bei RCS eine zentrale Rolle, heißt es in den Veröffentlichungen des Unternehmens. Ohne behördliche Anordnung hat das Unternehmen bereits eine Lärmschutzwand errichten lassen, um für eine ruhige Umgebung zu sorgen. Des Weiteren plant das Unternehmen neben einer PV-Anlage auch eine üppige Geländebepflanzung, Dach- und Hallenwandbegrünung. Diese Maßnahmen sollen ebenfalls zum Umwelt- und Schallschutz beitragen, so die RCS-Gruppe.

Ab Anfang April soll der Bebauungs- und Flächennutzungsplan für die Dauer von 30 Tagen offengelegt werden. Die Entscheidung des Stadtrats soll noch vor der Sommerpause erfolgen.

Quelle: RCS

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