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Kreislaufwirtschaft statt Wegwerfgesellschaft

Seit dem Beschluss der Kreislaufwirtschaft-Strategie Ende 2022 wurden in Österreich zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, um Ressourcen zu schonen, Abfälle zu vermeiden und Treibhausgas-Emissionen zu senken.
Foto: Rafael Zajczewski; pixabay.com
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Bereits vor der Veröffentlichung der Strategie wurden erste wichtige Schritte unternommen, die den Weg für umfassendere Maßnahmen ebneten. Der neue Bericht des Umweltbundesamts „Kreislaufwirtschaft in Österreich“ und eine interaktive Karte zeigen, wie sich Gemeinden, Städte, Bundesländer und regionale Initiativen aktiv für eine nachhaltige Zukunft engagieren.

Gemeinden als Schlüsselfaktor für eine nachhaltige Zukunft

Die Kreislaufwirtschaft-Strategie definiert sieben zentrale Schwerpunkte, darunter Bauwirtschaft, Textilien, Abfallvermeidung und Mobilität. Regionen, Gemeinden und Städte spielen hierbei eine entscheidende Rolle, indem sie Informationskampagnen initiieren, nachhaltige Projekte fördern und Rahmenbedingungen für ressourcenschonendes Wirtschaften schaffen.

Von der Strategie zur Umsetzung

Ziel der Kreislaufwirtschaft ist es, Produkte, Stoffe und Ressourcen so lange wie möglich in der Wirtschaft zu halten – durch Produktdesign, Vermeidung von Abfällen, Reparatur, Wiederverwendung und hochwertiges Recycling. Diese Vision wird bereits in vielen Bereichen erfolgreich umgesetzt. Österreichische Gemeinden und Regionen haben innovative Projekte gestartet, die den Wandel zur Kreislaufwirtschaft beschleunigen:

  • Tirol: In Tirol bietet der Verein issba eine umweltfreundliche Alternative für Veranstaltungen durch die Vermietung von Geschirr, Gläsern, Besteck und Mehrwegbechern – ein Beitrag zur Abfallvermeidung und nachhaltigen Festkultur.
  • Graz: Die steirische Landeshauptstadt setzt mit einem neuen Klimaschutzleitbild auf nachhaltige Stadtentwicklung mit Fokus auf Bauen, Mobilität, Verpflegung und Ressourcenschonung.
  • Vorarlberg: Die KEM Region Großes Walsertal ist eine der ersten Regionen mit eigener Kreislaufwirtschaftsstrategie mit den Handlungsfeldern Abfall, Energie, Mobilität, Lebensmittel, Raumplanung und Wirtschaft.
  • Steiermark: Ein speziell entwickelter Leitfaden hilft steirischen Gemeinden, Gebäude kreislaufgerecht zu planen und für spätere Recyclingprozesse vorzubereiten.
  • Das Umweltbundesamt begleitet Gemeinden in ganz Österreich bei der Erstellung von Abfallvermeidungskonzepten.

Alles auf einem Blick – Der Österreichische Kreislaufwirtschaft HelpDesk

Damit sich noch mehr Menschen aktiv an der Kreislaufwirtschaft beteiligen können, wurde im Februar 2024 der österreichische Kreislaufwirtschafts-HelpDesk ins Leben gerufen. Als zentrale Anlaufstelle stellt er Bürger*innen, Unternehmen, Kommunen und NGOs praxisnahe Informationen bereit und vernetzt Interessierte mit Expert*innen des Umweltbundesamts. Die Plattform bietet aktuelle Informationen zur Kreislaufwirtschaftsstrategie, Best-Practice-Beispiele und Beratungsmöglichkeiten.

Quelle: Umweltbundesamt Österreich

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