Dr. Bettina Hoffmann: „Alte Verpackungen aus Papier, Pappe und Karton sind eine wertvolle Ressource für die Papierindustrie. Denn Frischholz ist weltweit knapp, und Wälder werden als CO₂-Speicher für den Klimaschutz dringend gebraucht. Wenn mehr Papier recycelt wird, dann ist das gut für den Klimaschutz und die Geschäftsbilanz. Die Branche hat das erkannt und ist heute ein gutes Beispiel dafür, wie eine zukunftsfähige Kreislaufwirtschaft gelingen kann. Selbst auf hohem Niveau sind noch Verbesserungen möglich. Das erklärte Ziel der Selbstverpflichtung der AGEPA, in fünf Jahren sogar 95 Prozent der Verpackungen wiederzuverwerten, ist daher ein wichtiges Signal.“
Gewerblich genutzte Verpackungen aus Papier, Pappe, Karton haben in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen, nicht zuletzt durch den Aufstieg des Versandhandels. Die Garantieerklärung der Branche wird die geltenden gesetzlichen Regelungen wie die neue EU-Verpackungsverordnung auf freiwilliger Basis ergänzen. Bis 2030 wird eine Verwertungsquote von PPK-Verpackungen von 95 Prozent angestrebt.
Diese hohe Quote soll z. B. durch mehr Recyclingumläufe des Altpapiers erreicht werden. Zu diesen technologischen Fragen und auch der Möglichkeit von Mehrwegverpackungen aus PPK wird ein neuer Fachbeirat die AGEPA beratend unterstützen. Mit dem jährlichen Bericht der AGEPA wird erstmals das Aufkommen und die Verwertung von gewerblichen PPK-Verpackungen regelmäßig und in einem testierten Format gegenüber der Bundesregierung und der Öffentlichkeit dargelegt.