So verzeichnet das Unternehmen mit über 380.000 eingetauschten Geräten einen neuen Rekord. Der Höchstwert zeigt ein nie dagewesenes Bewusstsein für die Wiederaufbereitung von Unterhaltungselektronik. Damit erreicht Asgoodasnew bereits knapp 90 Prozent des Refurbishment-Volumens von großen Unternehmensketten wie MediaMarktSaturn (424.000 Geräte im Jahr 2024). Gleichzeitig zeigt Asgoodasnew auch wirtschaftliches Wachstum – entgegen dem allgemeinen Markttrend. Asgoodasnew hat das Jahr 2024 trotz der allgemeinen wirtschaftlichen Rezession mit einem Wachstum im einstelligen Bereich abgeschlossen und steuert auf einen Umsatz von rund 150 Millionen Euro zu.
„Unsere Zahlen zeigen, dass wir mit unserem Modell genau den Zeitgeist treffen: Hochwertige, refurbishte Elektronik ‚remade in Germany‘ ist eine gefragte Alternative“, erklärt Tim Seewöster, Geschäftsführer von Asgoodasnew. „Doch die Branche steht unter Druck. Neben der allgemeinen Kaufzurückhaltung erschweren die Hersteller von Unterhaltungselektronik die Beschaffung von Original-Ersatzteilen gegenüber professionellen Anbietern wie Asgoodasnew. Es fehlt weiterhin an politischen Rahmenbedingungen, um Refurbishment langfristig erfolgreich zu machen.“
Trotz des wachsenden Bewusstseins für nachhaltige Elektronik stehen Refurbisher in Deutschland vor großen Herausforderungen. Besonders problematisch sind steigende Hürden durch Hersteller, die softwareseitige Sperren setzen und den Zugang zu Original-Ersatzteilen einschränken. Gleichzeitig fehlen steuerliche Anreize für langlebige Geräte. Während die Nachfrage nach wiederaufbereiteter Elektronik steigt, bleibt die Politik untätig – und setzt damit die Wettbewerbsfähigkeit der Branche aufs Spiel.
„Refurbishment ist ein Paradebeispiel für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft – doch wenn die Politik nicht handelt, droht eine Marktverzerrung zugunsten der Hersteller“, warnt Tim Seewöster. „Die Folge: Verbraucher:innen zahlen drauf, lokale Arbeitsplätze geraten in Gefahr, und eine nachhaltige Alternative wird ausgebremst. Wenn wir nachhaltige Elektronik wirklich voranbringen wollen, müssen jetzt die richtigen Weichen gestellt werden: Einfacher Zugang zu Original-Ersatzteilen, Steuererleichterungen für Reparatur- und Refurbishing-Dienstleistungen und gezielte Anreize für eine Kreislaufwirtschaft ‘Made in Germany’.“