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OECD: Weniger Staat und Regulierung

Der aktuelle Wirtschaftsbericht Deutschland der OECD empfiehlt höhere Investitionen und Produktivität für eine stärkere Wirtschaft und mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt. Zugleich empfiehlt OECD-Generalsekretär Angel Gurría auch den Abbau von regulatorischen Verzerrungen und von staatlichen Beteiligungen.
Rainer Sturm, pixelio.de
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Deutschland ist in einer soliden wirtschaftlichen Verfassung. Allerdings erfordert der demografische und technologische Wandel neue Investitionen in Menschen, um eine stärkere und inklusivere Gesellschaft zu verwirklichen. Zu diesem Schluss kommt der diesjährige OECD-Wirtschaftsbericht für Deutschland. 
 
Die Studie, die heute in Berlin von OECD-Generalsekretär Angel Gurría vorgestellt wurde, hebt Deutschlands robuste wirtschaftliche Erholung und hohe Wettbewerbsfähigkeit nach der globalen Wirtschaftskrise hervor. Gleichzeitig weist er auf zahlreiche Herausforderungen hin. Diese umfasse die Stärkung der Produktivität, Erhöhung der Lebenszufriedenheit in einer rapide alternden Gesellschaft und die Integration der neu angekommenen Migranten. 
 
Mehr Investitionen seien der Schlüssel, um Produktivität und Lebensstandard zu steigern. So würde die Förderung von Investitionen in  wissensbasiertes Kapital und die Freisetzung von Potenzialen im Dienstleistungssektor auch die Wettbewerbsfähigkeit des verarbeitenden Sektors stärken und die Transformation zur „Industrie 4.0“ erleichtern. Mehr Investitionen in Bildung, in lebenslanges Lernen für Arbeitnehmer und in soziale Dienstleistungen könnten ein inklusives Wachstum fördern. Das gleiche gelte für öffentliche Investitionen in finanzschwache Kommunen. Hier ließe sich die Effektivität bei der Identifikation und Durchführung kommunaler Investitionsprojekte noch verbessern. 
 
Auch Reformen zum Abbau regulatorischer Verzerrungen, die die Umverteilung von Ressourcen behindern, würden Produktivität und Investitionen ankurbeln. Der Bericht zeige, dass durch Gesetzesreformen speziell im Dienstleistungssektor die Produktivität erhöht werden könnte. Bessere Strukturen der Unternehmensführung sowie eine weitere Privatisierung von staatlichen Beteiligungen an Unternehmen hätten ebenfalls positive Auswirkungen. 
 
Der vollständigen Bericht kann hier eingesehen werden. 

Quelle: OECD

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