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Studie: Wolfram bleibt knapp

Da die größten Vorkommen in China liegen und das Land den Export mit Zöllen und Quoten reglementiert, sei eine sichere Versorgung mit Wolfram auch in naher Zukunft nicht zu gewährleisten.
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Wolfram wird von der EU als potentiell kritischer mineralischer Rohstoff eingestuft. Doch trotz vermehrtem Recycling und dem Bau neuer Bergwerke und zusätzlicher Aufbereitungskapazitäten, etwa in Vietnam, Australien, Großbritannien und Spanien bleibe eine hohe Angebotskonzentration in China bestehen. Zu diesem Schluss kommt die Studie „Rohstoffrisikobewertung – Wolfram“ der Deutschen Rohstoffagentur (DERA). China sei mit über 80 Prozent der globalen Bergwerksförderung der weltweit wichtigste Wolframproduzent.

Allerdings ist China nicht der einzige Wolframproduzent mit Exportristriktionen: Die Russische Föderation, mit einem Anteil von rund 4,5 % der Weltproduktion das zweitgrößte Bergbauland für Wolframerz, erhebt Exportsteuern in Höhe von 10 % auf Wolframkonzentrat sowie Wolframschrott. Außerdem fordern Argentinien und Vietnam eine Ausfuhrsteuer auf Wolframerz in Höhe von 10 bzw. 20 %. Vietnam erhebt zudem eine Ausfuhrsteuer auf wolframhaltige Waren. Die Ukraine und Pakistan besteuern die Ausfuhr von Wolframschrotten mit 15 bzw. 25 %, Sambia, Tansania und Venezuela haben ein Exportverbot auf Wolframschrotte verhängt.

Die EU, Japan und die USA sind nach China die größten Märkte für Wolfram. Deutschland ist der weltweit größte Importeur von Wolframpulver (29,2 % der Weltimporte) sowie Wolframabfällen und -schrotten (45,5 %), zweitgrößter Importeur von Wolframkarbiden (17,3 %), drittgrößter Importeur von Wolframaten (17,9 %) sowie Ferrowolfram (12,9 %) und viertgrößter Importeur von Wolframoxiden (14,5 %). Wichtige Anwendungsbereiche von Wolfram sind Hartmetallwerkzeuge, Stahl- und Superlegierungen, Halbzeug (z. B. Glühdrähte, Elektrodenmaterial) und Chemikalien.

Quelle: DERA

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