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GVM-Studie – bvse fordert Neuanfang, BDE einen besseren Vollzug

Die GVM-Studie über die Wirksamkeit der 5. Novelle der Verpackungsverordnung stößt bei den Entsorgerverbänden auf unterschiedliche Reaktionen. Während der bvse einen Neuanfang fordert, setzt der BDE auf einen besseren Vollzug.
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Die kürzlich von der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung mbH (GVM) erstellte und von der Arbeitsgemeinschaft Verpackung und Umwelt (AGVU) vorgestellte Studie zur Wirksamkeit der 5. Novelle der Verpackungsverordnung (VerpackV) bestärkt den Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse) in ihrem Bestreben, einen Neuanfang bei der Entsorgung von Verkaufsverpackungen aus privaten Haushalten zu wagen. Wie der Verband heute der Presse mitteilt, spricht vor allem die Unterlizensierungsquote von 35 Prozent für Leichtverpackungen „eine ganz klare Sprache“.

Demgegenüber appelliert der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE, Peter Kurth, an alle Marktteilnehmer, die eingeleiteten Maßnahmen zur Qualitätssicherung konsequent umzusetzen. Kurth: „Für 2010 kann noch keine Entwarnung gegeben werden. Alle Beteiligten müssen sich an die vereinbarten Spielregeln halten.“

Anders der bvse, der in seiner Pressemitteilung schreibt, dass die altbekannten Rufe, jetzt den Vollzug weiter zu verbessern oder die Qualitätssicherung ernst zu nehmen, die Probleme ebenso wenig lösen werden, wie eine 6. Novelle der VerpackV.

Das Grundübel der immer noch vorhandenen Umgehungsmöglichkeiten sei nicht effizient abgestellt worden. Die Folge sei, so der bvse, dass sich große Teile der Verpflichteten eben dieser Pflichten auf Kosten ihrer Wettbewerber entziehen. Der bvse tritt daher erneut dafür ein, endlich einen Schlussstrich zu ziehen.

„Alle bisherigen Versuche Verbesserungen zu bewirken, haben keinen Erfolg gehabt. Die ständigen Diskussionen, die ständigen Streitereien, die Unfähigkeit der dualen Systeme, sich auf einheitliche Standards zu einigen, zeigen, dass das momentane System nicht reformfähig ist“, erklärt bvse-Präsident Burkhard Landers und fordert: „Die Beteiligten sollten jetzt den Mut für einen ernsthaften Neuanfang aufbringen, der die Verpackungsentsorgung in Deutschland neu strukturiert und eine faire und dauerhafte Arbeitsbasis für alle Wirtschaftsbeteiligte ermöglicht“.

Quelle: bvse, bde, whe

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